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Bils/Salimi mit Bronze im Sand

Nach schwachen Start kämpft sich das MSC-Duo ins Halbfinale 

Ein starkes Teilnehmerfeld beim A-Turnier in Rumeln mit sehr starken Duos (16 Teams insgesamt) mit vielen DVV-Punkten und Titeln. Veit Bils und Lukas Salimi traten in der noch kurzen Beachsaison erstmals wieder zusammen an, rangierten in der Setzliste (Priorität dort bei DVV Punkten!) aber „nur“ auf Platz sechs. 

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Erst mal Gegner beobachten ...

Schwach gestartet

Gleich im ersten Spiel gab es eine erste Lektion und eine deutlichen Hinweis auf die Stärke des Teilnehmerfeldes ... und auf eine Fehleinschätzung mit Folgen. Gegen das Duo vom VV Humann Essen gab es gleich einen 1-5 und einen 3-6 Rückstand: die Abwehr (Netz und Feld) löchrig, das Zuspiel unstet, der Bereich Aufschlag zu harmlos. Die Gäste aus Essen geschickt bei der Chancenverwertung – konnten aber nicht verhindern, dass Bils/Salimi bei 10-10 egalisierten. Dann permanent über Einstand bis 19-19 – ein Essener Aufschlagfehler und ein Salimi-Angriff sorgten für den Satzerfolg.

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Salimi mit Ausfallschritt ...

Das Moerser Duo gerade noch einmal davon gekommen ... und hätte gewarnt sein müssen. Doch im 2. Durchgang gleich wieder 1-6 Rückstand, dann 4-10 zurück ... und wieder lief man hinterher. Bei 11-13 hatte man sich einigermaßen an die Essener herangekämpft (Auszeit Essen), bei 11-14 waren die MSC-Jungs mit ihrem Latein am Ende – eine MSC-Auszeit half nicht weiter.

Im 3. Durchgang dann aber nur knappe Abstände – Einstände bei 5-5,10-10 und 13-13. Der letzte Aufschlag von Humann unerreichbar – Netzroller gleich hinter dem Netz in den Sand. Damit war die Partie verloren, das MSC-Duo durfte in der Verlierer Abteilung weiterspielen ... und sich keine weitere Niederlage erlauben (double out!). Veit Bils total ernüchtert: „Furchtbar, so schwach haben wir beide noch nicht gespielt. Kann nur besser werden.“

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Bils macht den Deckel drauf ...

Erst weiter durchwachsen, dann der Knoten geplatzt

Und es wurde kaum besser: in der 2. Partie gegen die an Platz 14 gesetzten Dürener weiterhin die Fehlerquote zu hoch. Aber die Einstellung stimmte nun: der Einsatz in der Abwehr deutlich besser, Bils im Zuspiel mit vorheriger Drehung und höherer Präzision ... auch durch den Zuspiel-Bagger, der nun besser gelang. 

Der Durchbruch für das MSC Team kam dann in der dritten Partie gegen die an Platz 5 gesetzten Bocholter. Lukas Salimi hernach: „Wir haben da praktisch fehlerlos gespielt. Der Gegner sicher nicht schwach, aber bei uns lief es einfach gut, endlich.“ Bils im Bereich Block effektiver (endlich Hände weit drüben) und Salimi glänzte weiterhin (wie auch schon in den Spielen zuvor mit seinen Shots und eingestreuten harten Angriffen.

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Kurz hinters Netz geshottet ...

Auch gegen Michno/Müller im mittlerweile 4. Spiel (bei hohen Temperaturen) eine sehr konzentrierte Leistung gegen einen erfahrenen und klug agierenden Gegner. Aber die „Salimi Shot Maschine“ nicht zu stoppen, auch Veit Bils mit einigen Angriffshämmern gut dabei.  Gegen das Bocholter Duo Just/Geukes (man kennt sich aus der Liga!) erneut eine niveauvolle, verbissene Auseinandersetzung mit einem denkbar knappen und etwas glücklichen Ergebnis – wobei in beiden Sätzen die Moerser den letzten Punkt selbst (Salimi Shot, Bils Poke) machten. Bils gleich zweimal mit der Verwertung des ersten Balles.

Am Ende noch ein Kraftakt ... der aber nicht ganz reichte

Damit war das Halbfinale erreicht – gegen „alte Bekannte“ aus Mondorf: Top-Angreifer Nico Wegner (in der letzten Saison stark an den beiden Niederlagen des MSC in der Bundesliga Nord beteiligt!) mit Fabian Kaiser (Linkshänder!) wollten es den Jungspunden vom MSC erneut zeigen. Zwei bärenstarke Sätze des MSC-Teams, in welchem immer wieder die „Salimi Shot Maschine“ wirkte ... die beide denkbar knapp endeten, wobei man im 2. Durchgang in die Verlängerung musste.

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Wegner hat abgezogen ... Salimi mit Problem

Insgesamt ein Kraftakt (14 Sätze bei tropischen Temperaturen) für das junge Moerser Team, erstmals wieder beisammen, ohne gemeinsames Training und nach Harmonie im Spiel strebend. Dies gelang zunächst nicht – aber nach den zwei Dreisatzspielen zum Beginn gelang mit dem hohen Sieg gegen Pietzonka/Scholten der Durchbruch. Die Shot-Qualitäten von Lukas Salimi wieder da – schön unterbrochen von harten Angriffen. Veit Bils noch nicht ganz mit der alten Blockstärke, aber dafür im Angriff einige Male höchst effektiv mit dem ersten Ball dabei.

Ausrichter Rumeln einmal mehr mit einer guten Organisation und perfekter Anlage: Sand sauber, Spielflächen zwischendurch planiert, klare Lautsprecheransagen, mehrere Duschen (die stark frequentiert waren) ...

Die Ergebnisse  (zwei Sätze bis 15, dann evtl. Entscheidungssatz)

Bils/Salimi vs. Prions/Schröder (Essen, gesetzt auf 11) 1:2,21-19,11-15,13-15

Bils/Salimi vs. Alberts/Brümmer (Düren, 14) 2:1,15-13,12-15,15-7

Bils/Salimi vs. Pietzonka/Scholten (Bocholt, 5) 2-0,15-9-8

Bils/Salimi vs. Michno/Müller (Junkersdorf, 8) 2:0,15-9-11

Bils/Salimi vs. Just/Geukes (Bocholt, 2)  2:0, 16-14,15-13

Bils/Salimi vs. Kaiser/Wegner (Mondorf, 4) 0:2,13-15,16-18 (Halbfinale)

Bils/Salimi damit auf Platz drei - zusammen mit den ewigen Konkurrenten Held/Lübbert (Düsseldorf) – die Mondorfer Kaiser/Wegner setzten sich im Finale gegen Romund/Hinkelmann durch.

Weitere Eindrücke vom Turnier in der Photogalerie

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