Volksbanken Niederrhein

„Adler“ von Schüttorf abgefangen ...

Wieder ein unerwarteter und unnötiger Punktverlust ...

Weit über zwei Stunden eine heftige Auseinandersetzung zwischen Gastgeber Moers und den Gästen aus Schüttorf am Freitagabend im ENNI Sportpark ... mit einer am Ende enttäuschenden 2:3 Niederlage für Moers  und einem abgrundtief enttäuschten Trainer Rieskamp. Der verweigerte nach dem Spiel einen Kommentar für die Presse („Kein Kommentar“) und verzog sich auf die Tribune ...

Trainer Hendrik Rieskamp hatte Lukas Salimi sowie Neuzugang Maxi Ströbl in die Startsechs beordert: Salimi im Zuspiel, Ströbl auf der AA Position zusammen mit Chris Carter. In der Mitte Veit Bils und Oskar Klingner, auf der Diagonalen agierte Marvin Prolingheuer. Für Ordnung in der Abwehr weiterhin André Illmer zuständig ...

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Marvin Prolingheuer: schön durchgekommen ...

Kurz vor Ende abgefangen

Im ersten Durchgang gleich zum Beginn eine lange Rallye mit einem 0-1 für Schüttorf ... gefolgt von drei nickeligen Prolingheuer-Aufschlägen sowie zwei Moerser Annahmeschwächen und einem Bils-Abstauber (nach Klingner-Aufschlag) zu einer hauchdünnen 8-7 Führung. Die Mannschaft hofft auf ein besseres 2. Drittel, das deutlicher für das Rieskamp-Team ausfallen soll. In der Tat: Schüttorf "hilft" mit zwei Aufschlagfehlern, Carter und Prolingheuer treffen im Angriff und nach 16-13 gute Chancen für ein positives Satzende. Bis 21-17 noch alles im grünen Bereich, danach aber etwas weniger Druck im Moerser Angriff. Trainer Rieskamp reagiert bei 21-20 mit einer Auszeit. Eine Mega-Rallye beendet Schüttorfs Zuspieler Daniel Gorski zum 23-22, eine weitere lange Rallye kann Schüttorf zum 23-23 abschließen. Moers beantragt erneut eine Auszeit. Dann bekommt die Moerser Annahme einen Ball vor die Füße, der Moerser Angriff hämmert in den Block und der erste Satz unvermutet doch weg.

Es bleibt knapp

Im 2. Durchgang das MSC-Team weiter voll motiviert – Maxi Ströbl stört mit einer kleinen aber feinen Aufschlagserie zunächst den Schüttorfer Spiel-Aufbau. Bei 5-3 Auszeit von Schüttorf, noch eine Schüttorfer Netzberührung zum 7-4 für Moers und dann sorgt eine „ungezogene“ Schüttorfer Bemerkung für eine rote Karte der Schiedsrichterin Silke Küpper und eine Moerser 8-4 Führung. Moers kann diesen Vorsprung bis 16-12 bewahren: Schüttorf erneut mit zwei Aufschlagfehlern, noch ein Netzfehler und nach Prolingheuer-Angriff zum Zwischenstand bei 14-10 - mit Auszeit von Schüttorf. Im letzten Drittel zunächst Aufschlagfehler Moers, Moers zweimal in den Schüttorfer Block, noch ein Aufschlagfehler und ein technischer Fehler auf Moerser Seite und dann die Führung bei 19-19 erst einmal weg. Inzwischen Jonas Hoppe im Spiel, nach einem weiteren Angriff in den Block kommt Lukas Schattenberg auf´s Feld. Schüttorf hilft mit Aufschlagfehler zum Einstand bei 20-20. Dann regelt Prolingheuer die Angelegenheit über drei „Aufschlaghämmer“ (mit Abstauber bzw. Hinterfeldangriff dabei) zum 23-20, Schüttorf entsetzt und liefert noch einen Aufschlagfehler zum 24-21 und danach erlöst Carter das Team mit Punkt 25.

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Schöne Höhe ... Veit Bils

Klar durch

Der dritte Satz dann eine relativ klare Angelegenheit. Wie im 2. Durchgang Führung bei 8-4 (dabei drei erfolgreiche Angriffe von Lukas Schattenberg) – bei 16-13 hat der MSC weiter die Nase vorn, nachdem es allerdings bei 11-11 (Auszeit Moers) etwas im Moerser Angriff kriselte. Doch mit Carter-Aufschlag sowie Prolingheuer-Angriff Moers wieder gut dabei, man kann auf 17-13 erhöhen und Schüttorf zu einer weiteren Auszeit bewegen. Danach eine Monster-Rallye, die Marvin Prolingheuer mit der „Brechstange“ abschließt, Schattenberg noch mit druckvollem Lob zur 19-13 Führung. Kleine Eintrübung, Rieskamp unterbricht mit Auszeit bei 19-15. Moers macht aber weiter Druck. Prolingheuer trifft (u.a. den Schüttorfer Zuspieler, der von der Position 1 kommend die Annahme übernehmen will/muss - aber beim Vorwärtslaufen getroffen !? wird). Moers dominiert weiter. Schattenberg heftig an einem Schüttorfer Einerblock vorbei zum souveränen 25-16.

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Chris Carter schön durch die Gasse ...

Am Ende nicht konsequent

Mit der 2:1 Führung scheint der Bann gebrochen, zumal im 4. Satz nach Hoppe Soloblock Schüttorf früh mit einer Auszeit bei 6-3 reagiert und nach Carter-Angriff  das 7-3 hinnehmen muss. Danach aber drei Fehler auf Moerser Seite: Prolingheuer tritt „über“, Carter´s Angriff ist nicht gesichert, der Moerser Angriff trifft nicht und plötzlich 8-8. Im 2. Drittel folgt eine Auseinandersetzung mit „Hängen und Würger“. Nach 9-9 Moers zweimal in den Schüttorfer Block. Es bleibt ganz eng: über 11-11, 13-13 sowie 15-15 zur hauchdünnen Führung bei 16-15, als ein harmloser Moerser Aufschlag von Schüttorf versiebt wird. Es bleibt weiter eng: 19-19, 21-21 sowie 23-23 sind die Satzstände. Highlight ist ein Moerser Monsterblock mit Schattenberg und Klingner zum 23-22, leider aber gefolgt von einem Moerser Angriff ins Aus. Klingner blockt noch zum 24-24, dann allerdings erneuter Moerser Angriffsfehler zum 24-25. Schüttorf-Trainer Axel Bühring setzt sich auf seinen Stuhl, greift zur Wasserflasche ... und sieht in aller Ruhe, wie seine Mannschaft einen Moerser Angriff abfängt und erfolgreich kontert und den Satz gewinnt!

Damit der Tiebreaker angesagt. Start mit zwei Fehlern zum 0-2, Rieskamp wittert Unrat und stört sofort mit Auszeit. Moerser Annahme mit Fehler, Maxi Ströbl kommt bei 2-5 auf´s Spielfeld, Carter muss gehen - zu früh? Schüttorf mit Aufschlagfehler, Bils mit Monsterblock und 5-5. Schüttorf mit Hinterfeldangriff zum 6-7, bei 7-8 werden die Seiten gewechselt. Schattenberg punktet, Schüttorf ins Aus – leichter Vorteil bei 10-9 und Schüttorfer Auszeit. Die 2. Auszeit für Schüttorf bei 13-10 (Ströbl überwindet zweimal den Schüttorfer Block). Doch wieder Moerser Fehler, Angriff ins Aus, Schüttorf nun verbissen. Nach 14-14 (harte Diskussion nach Fehlentscheidung Ball im Aus) noch das 15-15. Dann aber ein Moerser Angriff ohne Not ins Aus und 15-16 ... der Anfang vom Ende. Der nächste Moerser Angriff landet im Schüttorfer Block.

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Monsterblock Schattenberg/Klingner

Fazit: In Anbetracht der Kräfteverhältnisse und der „üblichen Dramaturgie“ durfte sich der MSC nach zwei ausgeglichenen Sätzen („23-25, 25-23“), einem sehr deutlichen Satzgewinn (3. Satz zu 16) sowie einem blendenden 7-3 Start im 4. Durchgang auf ein vorzeitiges Ende mit positivem Abschluss freuen. Aber nicht zum ersten Male lässt die Mannschaft die konsequente Verfolgung des Ziels vermissen. Weiterhin eine Streuung von guten Aktionen aber auch vermeidbaren Fehlern. Ähnliches „Verfahren“ übrigens  auch bei den Gästen aus Schüttorf. Wiederum die Situation, dass sich das MSC Team nach guter Arbeit aber im Abschluss um die Belohnung bringt. Dabei hätte man nach dem knapp verlorenen 1. Satz schon gewarnt sein müssen, als der 2. Durchgang in der Schlussphase praktisch von Prolingheuer allein entschieden wurde. Hier hätte es auch schon böse enden können. Schmerzlich die vergebenen Matchbälle: im 4. Satz gab es bei 24-23 eine Möglichkeit, die Partie mit voller Punktzahl zu beenden ... im Tiebreaker gab es bei 14-13 noch eine Möglichkeit für einen Sieg. Nach der Partie zunächst eisiges Schweigen bei der MSC Führung ... 

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Finja Koesters nahm die Ehrung vor ...

Stimmen:

MSC Trainer Hendrik Rieskamp: „Kein Kommentar“. 

MSC Co-Trainer Martin Schattenberg: „Eine ganz bittere Niederlage, schlimm, weil selbst gemacht. Wir mit 21 Aufschlagfehlern, das ist ohne Zweifel zuviel – fast ein Satz für sich. Natürlich auch ein wenig Match-Glück für unsere Gäste. Wir schaffen es einfach nicht, uns zu belohnen. Individuelle Fehler summieren sich und erreichen dann die kritische Grenze. Die Frage bleibt: wer übernimmt die Verantwortung für den letzten Ball, wer besitzt die Souveränität und streckt die Brust raus und erledigt das, was erledigt werden muss. Es geht jetzt nur über den Zusammenhalt weiter. Fehler passieren, müssen gemeinsam ausgebügelt werden.“

Schüttorf Trainer Axel Büring: „Die Qualität war insgesamt ziemlich gut. Beide Teams haben gute Sachen gemacht – beide konnten das aber nicht dauerhaft gestalten. Zuletzt war das natürlich für uns ein bisschen glücklich. Moers konnte nicht komplett antreten – wir haben aber auch auf Spieler verzichten müssen. Ich bin froh, dass wir uns für unseren Kampf belohnen konnten – wir haben jetzt fünf Wochen Pause, da ist es wichtig, dass wir uns mit einem positiven Erlebnis verabschiedet haben.“

MVP Marvin Prolingheuer: „Schüttorf hat uns ziemlich gut „gelesen“ wir hatten oft einen Doppelblock. Viel fehlte nicht, es war knapp – aber es waren Fehler zuviel. Schüttorf natürlich auch – ohne das ich neidisch ein möchte – ein wenig glücklich. Wir waren oft genug am Drücker – haben es bloß nicht konsequent zuende gebracht.“

Das MSC Aufgebot vs Schüttorf: Veit Bils (14), Chris Carter (4), Jonas Hoppe (1), Tim Ihde (5), André Illmer (11), Oskar Klingner (7), Niklas Mülders (10), Marvin Prolingheuer (8), Lukas Salimi (9), Lukas Schattenberg (12), Luca Wagner (3), Maxi Ströbl (13), Trainer: Hendrik Rieskamp, Co-Trainer: Martin Schattenberg, Co-Trainer/Scout: Sven Simon

Das Ergebnis: Moerser SC vs. FC Schüttorf 09  2:3,23-25,25-23,25-16,24-26,15-17 in 28,28,27,29,19 Minuten (2h 11min), MVP Schüttorf: Nenad Nikolic, MVP Moers: Marvin Prolingheuer

Weitere Eindrücke vom Spiel in der Photogalerie

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