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MOERSER SC KOMMT IN DÜREN ZU SPÄT IN FAHRT

IM ERSTEN SPIEL NACH BEKANNTGABE DES KÜNFTIGEN ...

Im ersten Spiel nach Bekanntgabe des künftigen Bundesliga-Verzichts enttäuschten die MSC-Volleyballer beim 0:3 in Düren. Ein unwürdiges Ende fand die Partie mit einer Roten Karte für Oskar Klingner. Trainer und Spieler des Moerser SC hatten sich so viel vorgenommen. Zum Start der Abschiedstournee aus der Volleyball-Bundesliga wollten sie beim Westrivalen Evivo Düren zeigen, dass sie sich von der Nachricht des künftigen Bundesliga-Verzichts ihres Vereins nicht unterkriegen lassen.

Doch allen guten Vorsätzen und Beteuerungen im Vorfeld zum Trotz, der MSC enttäuschte bei der 0:3-Niederlage (18:25, 18:25, 21:25) auf der ganzen Linie. Erst als die Partie schon fast verloren war, agierten die Grafenstädter auf Augenhöhe. Als dann unglückliche Schiedsrichterentscheidungen die Pleite endgültig besiegelten, kochten die Emotionen aufseiten des MSC hoch.

Denn nachdem sich der MSC im dritten Satz insgesamt deutlich gesteigert und sich die Lage gegen Ende des Durchgangs dramatisch zugespitzt hatte, kam es bei einer 23:21-Führung für die Gastgeber zu einem langen Ballwechsel, der von einem Dürener Spieler nach Ansicht der Moerser mit einem Übergreifen zum 24:21 abgeschlossen wurde. In einer Pressemitteilung des MSC heißt es dazu, dass sogar angesprochene Dürener den Regelverstoß bestätigt hätten.

Die Moerser Annahme - hier mit Mark Plotyczer und Tom Weber - geriet von Beginn an unter Druck.

Dass Schiedsrichterin Sabine Witte eine ganz andere Sicht der Dinge hatte, sorgte auf Seiten der Gäste für ein bislang bei ihnen unbekanntes Maß an Empörung. Selbst der sonst so besonnene Trainer Chang Cheng Liu geriet heftig mit der Unparteiischen aneinander, Nationalspieler Tim Broshog war fassungslos und außer sich. Den Schimpftiraden die Krone aufgesetzt muss dann allerdings Oskar Klingner haben, denn ihm zeigte Sabine Witte die Rote Karte, was gleichbedeutend mit einem Punkt für den Gegner und deswegen auch mit dem Spielende war. Gut möglich, dass die Nerven bei den Moersern auch deshalb plötzlich so blank lagen, weil zuvor schon weitere strittige Entscheidungen gegen sie gefällt worden waren.

Tobias Neumann konnte sich über seine Auszeichnung nicht so recht freuen ...

Unterstützung erhielten die Gäste nach der Partie von Ex-Adler Stefan Hübner, der aktuell Co-Trainer der Nationalmannschaft Chefcoach beim Zweitligisten TSG Solingen ist. Er ließ laut der MSC-Pressemitteilung wissen, dass Schiedsrichterin Sabine Witte wegen krasser Fehlentscheidungen gar nicht mehr in Solingen pfeifen dürfe. “Das Ende des dritten Satzes ist ein Skandal gewesen. Wir haben in den ersten beiden Sätzen wahrhaftig nicht gut gespielt – aber im dritten Satz hatten wir unsere Chancen. Da wurden uns die letzten beiden Punkte gestohlen”, sagte Chang Cheng Liu hinterher.

Chang Cheng Liu bedankt sich bei traurigen Fans ...

Doch trotz des unschönen Endes steht fest, dass die Niederlage der Moerser in Ordnung ging. Dabei hatte die Mannschaft vor der Partie noch sehr konzentriert und zuversichtlich gewirkt. Über 50 Fans waren aus der Grafenstadt angereist und sorgten für eine tolle Stimmung. Doch in den ersten beiden Sätzen lief nicht viel zusammen. Der sonst so starke Außenangreifer Mark Plotyczer bleib weiter unter seinen Möglichkeiten, hatte am Ende nur zwei kümmerliche Punkte zu Buche stehen. Was freilich auch damit zusammenhing, dass Annahme und Zuspiel zu wünschen übrigließen. Auch der Aufschlag war über weite Strecken zu schwach.

Rheinische Post - Moers - David Beineke

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