„Adler“ böse gerupft

Im heimischen ENNI von Lindow-Gransee vorgeführt ...

Völlig unerwartetes - ebenso wie in der letzten Woche (nur andersherum) gegen Humann Essen -  Ergebnis für die Mannschaft von Trainer Hendrik Rieskamp gegen bärenstarke Gäste aus Lindow-Gransee: mit 0:3 wird der MSC ratzfatz von dem mit dem Zug aus Berlin angereisten Team abgefertigt ... und muß nun versuchen, das Ergebnis für die heutige Partie gegen den VCO Berlin aus den Köpfen zu bekommen.

Trainer Hendrik Rieskamp hatte folgende Startsechs nominiert: Nenad Nikolic (Z), Oliver Staab (D), Chris Carter/Lukas Schattenberg (AA), David Seybering/Oskar Klingner (MB), André Illmer (L).

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Nenad Nikolic in Erwartung ...

Früh unter Druck

Bis zum 2-2 profitiert der MSC von einem Lindow-Aufschlagfehler und einem Lindow-Mißverständnis ... welches Lindow-Trainer Daniel Herrmann gleich zu einer Auszeit animiert. Danach scheint alles sortiert, Lindow-G punktet und gibt die Führung nicht mehr ab. Nach 3-6 Führung kann Oliver Staab (zwei Angriffe) zum 6-7 aufschließen – dann aber Lindow wieder druckvoll. Der Lindow-Angriff abgeklärt, ruhig, von Blockabprallern profitierend und Lindow-G geht mit 6-10 davon – Auszeit von Trainer Rieskamp. Oliver Staab hält die Mannschaft im Spiel: drei erfolgreiche Angriffe bis zum 11-13. Dann Jonas Hoppe kurz für Nenad Nikolic zum Block – bei 13-17 kommt Nikolic zurück. Die Moerser Annahme bröckelt, ein Aufschlagfehler, noch einmal die Annahme und bei 13-19 beantragt Trainer Rieskamp die 2. Auszeit. Staab punktet noch zweimal, aber auch zweimal die Annahme verkorkst und nach langer Rallye mit positivem Ende für Lindow-G geht der erste Satz verloren.

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Oliver Staab mit vielen Punkten ...

Kurze Hoffnung

Der 2. Durchgang lässt hoffen – zumindest zum Beginn: Chris Carter zweimal zum 2-0, ein Nikolic-Block sowie ein Lindow-G Aufschlagfehler führen zum 4-1. Dann ein Moerser Aufschlagfehler, eine lange Rallye kann Lindow-G erfolgreich abschließen und mit einem Block einen Moerser Angriff abfangen ... und 5-5. Nach einer erneuten Annahmeschwäche und eher wirkungslosen Angriffen (zum Teil glänzend von Lindow-G pariert) aber 7-11 und Auszeit Moers. Lindow-G nun auch bärenstark in der Abwehr – superlange Rallye mit zwei gekonnten aber auch glücklichen Ballrettungen können die Gäste positiv abschließen und mit 8-13 in Führung gehen lassen. Das Team von Trainer Rieskamp gibt nicht auf: der Block punktet, David Seybering legt aus der Mitte nach, Lindow-G mit Angriff ins Aus und bei 13-14 wieder Hoffnung. Über 15-15 zum 17-17 ... und wieder kann Lindow-G eine lange Rallye für sich zum 17-18 entscheiden. Es bleibt eng. Einstand bei 18 und auch bei 20. Dann trifft Lindow-G nach Rallye mit einem relativ harmlosen Angriff aus der 2. Linie mitten ins Moerser Feld (Abwehr?), Moers gleich zweimal feste in den Lindow-Block  und 20-23. Seybering mit „Anschlusstreffer“, Staab erneut erfolgreich und 23-24 ... mit Auszeit von Lindow-Trainer Daniel Herrmann. Danach Lindo-G erneut „oben“ gegen den Moerser Block ... und der Ball springt zum 25. Punkt ab.

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Immer wieder ärgerlich: Block angeschlagen ...

Machtlos 

Im 3. Satz geht dann bei 0-3 (Mo in den Block, Aufschlagfehler, dunking von Zuspieler Kapusniak) ziemlich schnell die Hoffnung verloren, die Partie doch noch drehen zu können. Aufschlagfehler Moers, Lindow-G hart die Linie runter und bei 1-5 kommt Jonas Hoppe für Nenad Nikolic. Der 4-Punkte-Rückstand bleibt den „Adlern“ erhalten. Bei 8-12 Auszeit von Trainer Rieskamp. Eine schwache Annahme folgt, ein Angriff in den Block und 9-14. Der Moerser Angriff bekommt den Ball nicht auf den Boden ... bei 11-16 wieder eine sehr lange Rallye mit zwei spektakulären Ballrettungen von Lindow-G und einem anschließendem vernichtenden Angriff von Adamowicz (der auch die Goldplakette verdient gehabt hätte) zum 11-17. Viel passiert nun nicht mehr: Lindow noch mit zwei Aufschlagfehlern, Markus Köppke kommt bei 12-19 für Oliver Staab, Lukas Schattenberg mit erfolgreichem Angriff zum 15-22 und dann wird den Gastgebern mit dem letzten Angriff von Piotr Adamowicz endgültig der Stecker gezogen ...

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Wenn´s um den Ball geht: Chris Carter versucht den Ball zu "retten" ...

Fazit: Ein starker Gegner, gut organisiert (Abwehr) und ruhig aus K2 Situationen agierend - mit entweder über „Block anschlagen“ oder „direkt versenken“ - sorgt sehr früh für den entsprechenden Respekt bei den Gastgebern. Hier wird der „Drang zum Ball“ vermisst. Im Annahmeriegel geht man eher auseinander als den Willen zu zeigen den Ball zu nehmen. Im Blockbereich ist man zu selten invasiv und bietet dem Gegner Winkel an. Die äußerst bewegliche Abwehr von Lindow-G nervt – immer wieder kommt irgendjemand noch hinter oder neben den Ball ... die Angriffssicherung funktioniert gut. Das MSC Team spürt sehr früh: drüben läuft´s fast perfekt. Bei guten Aktionen Jubel beim MSC – der aber nicht weiter trägt und die Mannschaft in einen flow bringt. Der Mut zum aggressiven Aufschlagspiel ist nicht da, feste Aufschläge gleich mit Fehler bestraft. Resultat: das MSC Aufschlagspiel relativ harmlos – dafür bei Lindow-G die K1 Situationen (aus der Annahme punkten) fast immer erfolgreich. Die Moerser Mitte zu selten dabei, der Außenangriff schwach – nur die „One-Man-Show“ des Oliver Staab ließ (im 2. Satz) die Hoffnung auf eine mögliche Wende aufkommen. Nach der Glanznummer vs. Essen nun ein böses Erwachen ...

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Stimmen: 

Trainer Hendrik Rieskamp: „Das war das bislang schlechteste Spiel der Saison. Der Gegner war deutlich besser, wir eher chancenlos. Irgendwie stellte sich der Eindruck ein, dass wir den Ball nicht haben wollten, insgesamt waren wir zu passiv. Beim Komplex Aufschlag-Annahme sahen wir nicht gut aus. Aber: besser einmal deutlich verlieren, als dreimal ganz knapp.“

Co-Trainer Martin Schattenberg: „Wir haben im Aufschlag zu wenig gemacht, der Gegner war fast an jedem Ball dran. Man konnte die Präsenz von Lindow-Gransee früh spüren, wir haben uns davon beeindrucken lassen. Nach den vielen guten Aktionen der Gäste fehlte dann bei uns der Glauben.“

Lindow-G Trainer Daniel Herrmann: „Kompliment an mein Team. Wir hatten im Vorfeld schon auf Punkte gehofft. Wir haben richtig gut gespielt und dann alles gewonnen. In vielen Bereichen waren wir fast fehlerlos, der Aufschlag kam, wir haben aus K1 Situationen fast perfekt agiert. Das war verdient heute, Hut ab vor meiner Mannschaft.“

Das MSC Aufgebot: Chris Carter, Jonas Hoppe, André Illmer, Oskar Klingner, Markus Köppke, Niklas Mülders, Nenad Nikolic, Lukas Schattenberg, David Seybering, Oliver Staab, Andreas Tins, Tom Weber, Luca Wagner, Trainer: Hendrik Rieskamp, Co- Trainer: Martin Schattenberg, Scout: Sven Simon

Das Ergebnis: 

Moerser SC vs. SV Lindow-Gransee   0:3,17-23-16-25, in 23, 28, 22 Minuten (1h 13min) vor 267 Zuschauern, MVP Gold: Marcin Kapusniak, MVP Silber: Oliver Staab

Weitere Eindrücke vom Spiel in der Photogalerie

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